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Das Calisthenics Magazin #17 - Neu: WETTKAMPFKALENDER

Das Calisthenics Magazin ist umgezogen. Du findest es ab sofort unter www.calisthenics-magazin.de Wir sehen uns dort!

Intro

 

Herzlich Willkommen zu der 17. Ausgabe des Calisthenics Online Magazins.

 

 

Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr. Heute starten wir mit der ersten Ausgabe in 2020 und es gibt gleich ein paar Veränderungen, die ich dir gerne mitteilen möchte. Vielen Dank an die zahlreiche Beteiligung der Umfrage über das CALISTHENICS MAGAZIN. Mit euerer Hilfe konnte ich analysieren, wie das Magazin angenommen wird und was sich die Community wünscht. 

 

Aus der Umfrage ging unter anderem hervor, dass Ihr es besser findet, wenn das Magazin alle zwei Wochen erscheint, anstatt jede Woche. Dementsprechend wird das Magazin ab sofort jeden zweiten Montag erscheinen. Das ermöglicht mir noch besseren Content zu liefern und die Qualität des Magazins zu erhöhen. 

 

WAS IST NEU?

Ab heute gibt es einen internationalen Calisthenics Wettkampfkalender im Magazin. Der Kalender enthält Calisthenics Wettkämpfe (Endurance, 1RM, Freestyle, etc.) und Calisthenics Meetups aus der ganzen Welt. Aktuell sind die Termine eingetragen, die bisher offiziell bestätigt wurden. Wenn du von einem Event weißt, das noch nicht in dem Kalender eingetragen ist, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du mich darauf aufmerksam machen würdest. Falls Du ein Event planst, kannst du dich ebenfalls an mich wenden und ich bewerbe es über das Magazin.

 

Viel Spaß bei der neuen Ausgabe. 

 

 

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Überblick

 

 

Die Themen der vergangenen beiden Wochen (23.Dez. - 05.Jan.) im Überblick:

  • Sportverein aus Leverkusen bekommt eine neue Calisthenics Anlage
  • Das Sunday Workout ist Geschichte
  • Calisthenics Competition - Münster, Wien
  • Calisthenics Wettkampfkalender
  • Social Media Radar
  • Learning of the Week - Deutscher Meister - Leon Streit
  • uvm.

 

Calisthenics News

  

TuS QUETTINGEN (LEVERKUSEN) BEKOMMT EINE CALISTHENICS ANLAGE

Der Turn- und Sportverein Quettingen aus Leverkusen bekommt eine 1,2 Mio Förderung, um zwei Fußballfelder mit Kunstrasen auszustatten und einen Calisthenics Park zu errichten. Neben diesen Highlights wird zusätzlich ein Basketballplatz mit Kunststoffbelag gebaut. Hier geht es zu dem Bericht von dem Leverkusener Anzeiger.

 

DAS SUNDAY WORKOUT IN WETZLAR IST GESCHICHTE

In Wetzlar wurde jahrelang jeden Sonntag, egal bei welchem Wetter, trainiert. Das Sunday Workout wurde so groß, dass es für jeden aus der Szene ein Begriff war. Egal woher man kommt, man wusste, dass am Sonntag in Wetzlar gescheppert wird. Teilweise waren über 100 Leute bei dem Workout, die gemeinsam geschwitzt haben. Davon können viele Crews und Vereine nur träumen, in Wetzlar war das normal. 

Diese Tradition hat leider ein Ende genommen. Seit dem 1. Januar diesen Jahres wird es kein angeleitetes Sunday Workout mehr geben. 

Alternativ gibt es die Möglichkeit, das regelmäßige Vereinstraining von Calisthenics Wetzlar und Street Workout Gießen zu besuchen. 

 

Calisthenics Competition

 

MÜNSTER

 

GORNATION organisiert am 25. Januar mittlerweile das sechste Calisthenics Meetup in Münster. Bei dem Meetup geht es primär darum, sich auszutauschen und mit Gleichgesinnten zu trainieren. Neben dem Training gibt es kleinere Workshops und eine Chinup & Dip Competition. Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

  • 11:00 Uhr Begrüßung / Get Together
  • 11:30 Uhr 360° Workshop
  • 11:30 Uhr Easy & impressive Calisthenics Skills Workshop
  • 12:30 Uhr gemeinsames Warm up
  • 13:00 Uhr Competition Start Chin Ups Männer & Frauen
  • 15:30 Uhr Competition Start Dips Männer & Frauen
  • 17:30 Uhr Siegerehrung
  • 18:00 Uhr Gemeinsames Essen

 

Wenn du mehr über das Event erfahren möchtest, kommst du hier zu der Facebook-Veranstaltung.

 

 

WIEN

 

Die World of Barheroes Underground League biegt auf die Zielgerade ein. Am 18. Januar findet das letzte Qualifikationsbattle für das Finale auf der FIBO statt. Es wird wie immer ein Livestream auf dem World Of Barheroes YouTube Kanal geben. Das solltest du auf keinen Fall verpassen.

 

Du kannst dich ab Heute, den 07.01.2020 für das Finale der World of Barheroes-Serie registrieren. Dazu solltest du auf die WOB-Homepage gehen und dein Bewerbungsvideo hochladen. Alle weiteren Informationen findest du auf der Homepage. Viel Erfolg!

Calisthenics Wettkampfkalender

Social Media-Radar

 

YOUTUBE

 

 

GORNATION hat ein extrem geiles Motivationsvideo mit dem israelischen Athlet Dan Rosenberg veröffentlicht. Das Video solltest du dir unbedingt anschauen. Viel Spaß dabei.

 

 

ANDREA LAROSA hat auf seinem YouTube-Kanal ein "Best Of" Trainingsvideo aus dem vergangenen Jahr veröffentlicht. Das Video ist auf jeden Fall sehr geil geworden. Viel Spaß dabei.

 

 

ACHIM GÖLLES hat auf seinem YouTube-Kanal "Danube Calisthenics" ein neues Video über Periodisierung für das Calisthenics Training hochgeladen. Er interviewt Denis Piccolo von "sthenics" über die Periodisierung. Das Video ist sehr gut und vor allem sehr informativ geworden. Viel Spaß dabei.

 

 

Calisthenics Movement zeigen dir als Beginner fünf wichtige Tipps, die du unbedingt in deinem Training berücksichtigen solltest. Viel Spaß dabei. 

 

 

Daniels Laizans war in dem THENX Studio und hat dort eine Freestyle Session mit seinen Homies gefilmt. Der Vlog ist wie immer sehr cool geworden. Viel Spaß dabei. 

 

 

MICHA SCHULZ errichtet sich aktuell sein eigenes kleines Gym in Berlin. Den Fortschritt wird er in Vlogs festhalten und hat schon das erste Video veröffentlicht. Viel Spaß dabei. 

 

 

BARSTARZZ hat ein neues Video über die zehnjährige Entwicklung von Samir Delgado veröffentlicht. Das ist sehr krass, wenn man bedenkt, dass es die Sportart erst seit 2010-2011 in Deutschland gibt. Viel Spaß dabei. 

 

Learnings of the Week

Das heutige Learning der Woche kommt von dem deutschen Meister Leon Streit. Viele kennen ihn wahrscheinlich durch die Videos von Calisthenics Movement. Viel Spaß dabei!

 

 

Verletzungen im Leistungssport und deren Auswirkungen bzw. Bewältigung

 

Da es im Leistungssport, wie es der Name an sich schon sagt, fast ausschließlich um die eigens erbrachte Leistung geht, sind Faktoren, die diese beeinträchtigen, wie Verletzungen, Stress, Krankheit, usw., unerwünscht.


Warum ist das nun ein so entscheidender Faktor?

Ganz klar – jeder ist mal krank, gestresst oder verletzt, aber nicht jeder bewegt sich fast täglich in einem Leistungsniveau, was andere nie erreichen oder anstreben. Daher ist es umso wichtiger in dieser kleinen Gruppe von Leistungsträgern stets auf einem hohen Level zu trainieren und zu performen.

Das ist der erste Punkt.

Trainierst du ausschließlich an deiner oberen Leistungsgrenze, kann es allein schon durch diese Auslastung zu Verletzungen kommen. Sei es fehlende Regeneration oder abgefälschte Form durch hohe Intensitäten usw. Natürlich ist das nicht die einzige Ursache. Du kannst dich auch außerhalb deines Sports verletzen oder längerfristig ausfallen, z.B. durch einen Unfall, eine Lungenentzündung oder Sonstiges.

 

Ausfall mit Folgen!

Wenn jemand, der 5+ Trainingseinheiten in der Woche hat, und diese bedingt durch eine längere Auszeit plötzlich nicht mehr hat, klingt das für viele nicht schlimm. Er geht dann halt mal nicht zum Sport. 

Dass diese Person aber durch diese hohe Frequenz und durch den eigenen Antrieb so eine Bindung zu dem Sport hat, wie wahrscheinlich ein jahrelanger Trinker zu Alkohol oder ein Raucher zur Zigarette ist den meisten gar nicht bewusst. Sport auf diesem Level ist FAST mit einer Sucht gleichzusetzen, denn genau wie bei einer Sucht gewohnt sich der Körper auch an diese Form der körperlichen Belastung. Doch nicht nur das. Bei jedem Training schüttet dein Körper Unmengen an Glückshormonen aus und diese Glückshormone können nach einem anstrengenden Arbeitstag, Schule oder was auch immer zu einem unverzichtbaren Mittelchen werden. Abgesehen davon fördert körperliche Aktivität, in welcher Form auch immer, deine kognitiven Fähigkeiten, hilft bei Lernprozessen, verbessert die Gedächtnisleistung und es kann vor allem auch als ein Ventil des täglichen Stresses fungieren. 

Somit hat der Sport eine hohe Priorität in deinem Alltag und beeinflusst durchaus auch dein Handeln und Auftreten außerhalb des Trainingsbereichs.

 

Jetzt, nach jahrelangem Training machst du eine blöde Bewegung, stürzt beim Radfahren oder liegst mehrere Wochen mit einer schweren Grippe im Bett.

Zu Beginn der Krankheitsperiode ist es meist kein Problem, man gibt sich mit dem Gedanken zufrieden, dass sich der Körper jetzt mal in Ruhe regenerieren kann und da man eh noch Schmerzen hat, will man es sowieso nicht riskieren.

 

Jetzt ist die erste Woche rum und man bekommt langsam das Gefühl das irgendetwas fehlt. Man hat die ganze Wohnung schon mehrfach aufgeräumt und sauber gemacht, geht alle 2h den Müll raus schaffen und sitzt wie auf heißen Kohlen auf der Couch oder dem Stuhl. Jedoch denkt man sich dabei noch nichts. Dabei sind das die ersten Erscheinungen eines klassischen Entzugs. In den folgenden Tagen wird sich das Phänomen noch mehr zuspitzen. Man wird unruhiger, ist gereizt, antrieblos und einfach mental verstimmt. Man selbst bekommt das meistens als letztes mit, was nachteilig für die Personen in deinem näheren Umfeld ist.

All die Umstände sind aber absolut logisch. Wenn wir an den Anfang zurückgehen: „Bei jedem Training schüttet dein Körper Unmengen an Glückshormonen aus“, „fördert körperliche Aktivität, in welcher Form auch immer, kognitive Fähigkeiten, hilf bei Lernprozessen“, „kann vor allem auch als ein Ventil, als täglicher Ausgleich genutzt werden“.

 

Jetzt fehlen dir von dem einen auf den anderen Tag all diese Dingen und das ist ja nur ein Bruchteil der Effekte von Sport und Bewegung auf den Menschen.

 

Abhilfe finden!

So jetzt haben wir darüber geredet was denn die Auslöser und Folgen von Verletzungen auf den Leistungssportler sein können. Nur wie geht man jetzt damit um?

Früher oder später bekommt man selbst mit, dass man in vielen Situationen anders reagiert. Spätestens dann sollte man anfangen nach den Gründen dafür zu suchen. Diese liegen auf der Hand. Es fehlt etwas im Tagesablauf, etwas Essentielles. Also muss Abhilfe gesucht werden. Klar ist, dass diese Abhilfe in den seltensten Fällen den Effekt des vorherig betriebenen Sports bieten kann, aber es kann eine kurzfristige Alternative zu diesem sein. Als Beispiel, du bist Kraftdreikämpfer, bist mit deiner Freundin wandern, knickst um und verletzt dir die Bänder. Ungeil! Zum einen ist es bei etwas „unspektakulärem“ wie wandern passiert und zum anderen wirst du die nächste Zeit nicht gut Heben und schon gar nicht Beugen können. Das kotzt dich die erste Woche an, in der zweiten wird es nicht besser und du denkst zu merken, dass du auf einmal immer schwächer und schwächer wirst, was dich noch aggressiver und unausstehlicher macht. Nun gut, du kannst halt im Moment nicht Beugen und Heben, aber du kannst Druck- sowie Zugbewegungen und leichte Bewegungen im Bein schmerzfrei absolvieren. Dann geh doch einfach wenigsten 2 Tage Oberkörper trainieren und an den anderen 2 Tagen fährst du halt ruhig eine halbe Stunde Fahrrad. Die Zeit hast du dir ja sowieso immer fürs Training freigehalten.

Das mag einem am Anfang unnötig und unwirksam vorkommen, erzielt aber genau die bereits oben genannten Effekte. Klar wird es dich leistungstechnisch nicht weiterbringen, aber das wird dich das angepisste rumsitzen auf der Couch auch nicht. Aber im Gegenteil dazu, hast du wieder etwas wo du dich auf dich allein konzentrieren , abschalten und gegebenenfalls auch etwas auslasten kannst. Das macht dich wieder etwas agiler und vor allem hebt es deine Stimmung an, mit der du die letzten Tage/Wochen die Personen um dich herum zur Weißglut gebracht hast.

 

Die Abhilfen können natürlich je nach Interesse und Ziel variieren. Wichtig ist, dass Du was findest was dir Spaß bereitet und was dich vielleicht auch noch positiv in deinem Sport beeinflussen kann.

 

So, warum das alles?

Ich persönlich habe das Ganze schon einige mal durch. Ich war früher Eishockeyspieler in der 1. Jugendbundesliga, war einer der Top-Spieler meiner Mannschaft und mit dieser über Jahre hinweg sehr erfolgreich. Dann, bei einem Pfingstausflug mit der Familie bin ich auf dem Rasen umgeknickt und habe mit den Innenmeniskus gerissen. Mist! Halbes Jahr Pause, wenig Belastung auf das Knie möglich doch nach einem halben Jahr stand ich wieder sicher auf dem Eis. Das weitere viertel Jahr habe ich den Leistungsrückstand aufgeholt und wieder an der Spitze gespielt. Dann ließ der Gegner auf dem Eis sein Bein stehen und mein Knie war wieder hin. Ab da an ging dann nicht mehr viel. Mein Knie ist fit aber der Leistungsrückstand war zu groß, gleichzeitig die Gedanken, dass es wieder passieren wird. Damals habe ich mit dem Eishockeyspielen aufgehört, was ich heut eigentlich sehr bereue.

 

Nun, einige Jahre später stand die DM in Dessau 2019 an. Ich habe abgeliefert und war relativ zufrieden. Jedoch habe ich seitdem viele verschiedene Baustellen welche zusammen irgendwie keinen Sinn ergeben haben. Letztendlich hat sich der Verdacht zugespitzt und die Vermutungen beschränken sich auf einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. Seitdem ging es mental drunter und drüber, ich war gereizt, ununterbrochen…. Habe mich matt und schwach gefühlt und angefangen nur noch Mist zu essen. Habe mich viel mit meiner Freundin gestritten und mich ständig über alles beschwert…Anderen gegenüber halt total mistig benommen. Nach ein paar Gesprächen mit meiner Freundin ist es mir dann selbst mal bewusst geworden und ich habe mit meiner Physiotherapeutin und ausgebildeten Sportwissenschaftlerin aus der Szene nach Lösungen gesucht. Ergebnis des Ganzen waren einige Übungen zu meiden, andere zu favorisieren und vor allem mein Beweglichkeitsdefizit auszumerzen. Das habe ich jetzt fix in jedes Training eingebunden. Mir geht es körperlich besser, mental viel, viel besser und ich bin bereit wieder volles Rohr durchzustarten.

 

Was ich damit eigentlich sagen will:

Die Leute die das gleiche Problem haben, wie ich hatte, sollen sich zeitnah damit auseinandersetzen was die Auswirkungen eines solchen Ausfalls sind und das gegebenenfalls auch mit anderen besprechen, denn wir sind alle nicht unkaputtbar, auch wenn das der Großteil von uns annimmt oder angenommen hat.

 

Beste Grüße Leon!

 

 

In diesem Sinne, vielen Dank, dass du diese Ausgabe des Calisthenics Magazins gelesen hast. 

Lg, Flex

 

 

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